Maran Hühner

Eine Extraklasse mit besonderen "roten" Eiern.

 

 

Die Marans sind in vielerlei Hinsicht ganz besondere Hühner.

Sie legen "rote" oder auch "rotbraune" Eier, mal mit Punkten und mal ohne Punkte. Deshalb werden sie auch manchmal als "Schokoleger" bezeichnet.

Ursprünglich kommen die Maran Hühner aus dem Westen Frankreichs, wo sie in der Region um die kleine Stadt Marans vermutlich schon seit Jahrhunderten herausgezüchtet wurden. Erstmalig offiziell in Erscheinung getreten sind die Tiere um  Mitte des 19. Jahrhunderts, da die Zucht nationaler Hühnerrassen ab diesem Zeitpunkt mehr und mehr in den Fokus geriet.

Die einzigen Landhühner, die in den Jahrhunderten zuvor immer wieder von Seefahrern mitgebrachten Kampfhuhnrassen vermischt wurden, erfuhren nun eine gezielte Einkreuzung von asiatischen Hühnerrassen, wie etwa den chinesischen Langschanhühnern. Dadurch sollte eine neue Zwienutzungsrasse geschaffen werden, die sowohl viele Eier legte, als auch schmackhaftes Fleisch lieferte. In Deutschland wurde diese Rasse jedoch erst 1979 offiziell anerkannt.

 

Vom Wesen her ist diese Rasse robust, anpassungsfähig, etwas quirlig und doch friedlich. Sie lassen sich jedoch nicht so gerne anfassen und haben nicht so ein gemütliches Gemüt wie z. B. die größeren Hühnerrassen Orpington und Lachshühner. Wenn sie sich jedoch ihrem Hühnerbesitzer anvertrauen, lassen sie sich auch auf den Arm nehmen und streicheln.

Die Maran Henne hat ein Gewicht von durchschnittlich 3 Kilogramm und ein Hahn von gut 4 Kilogramm. Diese Tiere haben eine Flugfähigkeit von 70%. Also fliegen können diese Hühner.

Die Legeleistung beträgt rund 180 Eier pro Jahr.

Die Maran Hühner gibt es in verschiedenen Farbschlägen z. B. schwarz, schwarz-kupfer, blau-kupfer, columbia, gesperbert und weiß.

Diese Hühnerrasse legt große, zum Teil extrem große, rote bis braunrote, kastanienfarbige Eier, die auch "Schokoeier" genannt werden. Ab und zu haben diese Eier auch gesprengelte Punkte oder unregelmäßige gepfleckte Punkte.

Die Schale der Eier ist sehr dick, womit es kaum zu Bruch- oder Knickeiern kommt. Weiterhin kommt hinzu, dass die Eihaut undurchlässiger ist als bei anderen Legerassen. Das französische Landwirtschaftsministerium erklärt sogar, dass Maraneier salmonellenfrei sind, da diese Bakterien, auf Grund der Dicke der Schale und der Eihaut, einfach nicht durchdringen können.

Eine weitere Besonderheit ist, dass diese Eier

  • besonders lange haltbar sind
  • gut lagerfähig sind (sehr bruchsicher durch die dicke Schale)
  • selbst nach Monaten noch als Bruteier verwendbar sind.

Aber warum nun legen diese Hühner "rote" Eier???

Ganz einfach:

Für die rote Farbe der Eier sorgt der Blutfarbstoff Hämoglobin. Üblich sind die Eierfarben weiß und braun. Bei den Maranhühnern ist es so, dass im Legedarm der Henne sich Schalendrüsen befinden, die für die Einlagerung der entsprechenden Farbpigmente in der Kalkschale verantwortlich sind.

Die Farbpigmente an sich sind einfache Abbauprodukte des Körpers aus Galle oder Blut, die zur Zwischenspeicherung in der Leber verweilen. Das Ei wird durch das Blutsekret rot gefärbt. Dies passiert erst während des Legevorgangs. Welche Eierfarbenschale in einem Huhn "vertreten" ist, ist genetisch veranlagt.

Wir halten bei uns auf dem Hof rund 30 Maranhennen, davon 15 Küken und einen französischen Maranhahn. Dieser Hahn hat seine Füße befedert, was ihm einen eleganten Look verleitet.

Geplant ist auch hier eine Weiterzucht dieser Rasse.


Fotos folgen in Kürze!

 

 

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